Freitag, 31. Dezember 2010

Happy New Year!

Ich wuensche euch allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!

Den Jahreswechsel verbringe ich im Sueden von Vietnam, in Mui Ne. Seit 3 Wochen bin ich nun schon in diesem Land und ich habe mich langsam an den Verkehr, den Laerm und an die geschaeftigen Verkaeufer gewoehnt.

Meine 2-Tagestour in die Halong Bay war sehr schoen. Von der Insel Cat Ba aus startete unser Boot mit sechs Touristen und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord. Verglichen mit den luxurioesen Schiffen war unser Boot klein und einfach, doch dadurch konnten wir auch kleinere Buchten ansteuern und waren fuer uns allein. An beiden Tagen hatten wir die Gelegenheit die Gegend mit dem Kajak zu erkunden. Durch die schoenen Karstfelsen zu paddeln war wirklich der Hit. Wieder einmal erkundeten wir eine Hoehle, ausgeruestet mit einer spaerlichen Taschenlampe. Unser Guide, der auf dem Boot geblieben ist, hatte uns nur gesagt, dass wir uns rechts halten sollen und nach 20m kaeme dann ein See. Es war stockfinster und wir sahen nicht viel. Doch wir fanden den Weg durch die Dunkelheit und erreichten eine kleine Lagune. Abends wurde es sehr kalt, auch fehlte auf einer Seite des Bootes ein Fenster. Es gab nur einen Rollladen, der etwas schuetzte. Eingepackt in Decken hatten wir aber trotzdem einigermassen warm (ich dank den Odlo-Hosen meiner Mutter, vielen Dank nochmals :-)) Am naechsten Tag wagten wir sogar den Sprung ins Wasser, es war gar nicht so kalt wie befuerchtet. Sonst sassen wir meist mit Jacken und Schal draussen, wegen dem frischen Wind.


links drei daenische Schwestern, rechts die Argentinier und ich

Zurueck auf dem Festland fuhr ich mit dem Nachtbus nach Hue. Nach 15 Stunden kam ich in der frueheren Kaiserstadt an. Ich konnte kaum einen Schritt gehen ohne staendig angesprochen zu werden, "hello, cyclo?" "hello, motorbike?" hoerte ich alle 2m.

Hue

Von Hue bis Hoi An teilte ich mit einem Deutschen ein Privatauto. Ich wollte unbedingt ueber den Wolkenpass fahren, die Busse nehmen alle die Route durch den Tunnel. Der Pass war ganz nett, aber nichts Besonderes. Kurz vor Hoi An legten wir einen Stopp am beruehmten China Beach ein und besichtigten die Marble Mountains.

Ueber Weihnachten war ich ein paar Tage in Hoi An. Die Alstadt mit den vielen niedrigen, zweistoeckigen Haeusern ist Unesco-Weltkulturerbe. Daneben ist die Stadt fuer die vielen Schneidereien bekannt, ein Geschaeft reiht sich an das Andere. Ein wahres Shoppingparadies! Man kann sich einfach alles schneidern lassen. Als ich mich dazu entschieden habe, ein Paket nach Hause zu senden, gab es fuer mich kein Halten mehr. Jetzt bin ich ausgeruestet mit Sommerkleidern, Jacken, Roecken, etc. Zwischendurch war relaxen am nahen Strand angesagt, denn von Schneiderei zu Schneiderei zu rennen bzw. fahren (mit dem Velo) war anstrengend!
Am Abend brennen ueberall bunte Lampions und verleihen eine besondere Stimmung. Jetzt zu Weihnachten standen auch viele glitzernde Plastikweihnachtsbaeume und in den Restaurants spielten sie Weihnachstlieder. Doch ich war nicht wirklich in Weihnachtsstimmung, dafuer war es einfach zu warm :-). Weihnachten verbinde ich mit Schnee und Kaelte. Ich habe immer wieder "alte Bekannte" getroffen, die ich teils auch noch von Laos her kannte. Es wimmelte nur so von Touristen, dies beeintraechtigte die Schoenheit von Hoi An aber keineswegs.


Hoi An, tags und nachts

Marktfrauen

Von Hoi An fuhren nur Nachtbusse weiter in den Sueden. Ich wollte aber tagsueber fahren um etwas von der Landschaft zu sehen. Eine halbe Stunde von Hoi An entfernt liegt Danang. Von dort bis Nha Trang bin ich mit dem Zug gefahren. Es war eine willkommene Abwechslung zu den Busfahrten, im Zug kann man viel besser lesen und es wird weniger gekotzt! :-) Endlich sah ich sie, die gruenen Reisfelder. Denn im Norden ist der Reis schon geerntet und die schlammigen Felder sind alle braun. Nach einer Nacht in Nha Trang ging es aber schon weiter mit dem Bus, mein Ziel war Mui Ne, 5 Stunden suedlich von Nha Trang. Frueher ein kleines Fischerdorf, heute reihen sich Hotelanlagen und Restaurants entlang des langen Sandstrandes. Wegen des Windes auch ein bei Kitesurfern beliebtes Gebiet. Die Kitesurfer tummeln sich am westlichen Strandabschnitt, mein kleines Hotel ist weiter oestlich. Leider ist dort kaum mehr Strand uebrig, es hat alles weggespuelt, doch ein Pool mit Blick auf das Meer reicht auch. Ganz in der Naehe von Mui Ne gibt es wunderschoene weisse und rote Sandduenen. Mit zwei Englaenderinnen ging ich auf eine Jeep-Tour zu den Duenen, wir wollten dort den Sonnenaufgang sehen. Doch wegen den vielen Moskitos in der Morgendaemmerung war dies kein Genuss!

Hafen von Mui Ne


So, jetzt werde ich gleich in den Pool springen und den Nachmittag ueber nur faulenzen :-). Bis im naechsten Jahr!

3 Kommentare:

  1. Happy New Year liebe Sonja
    Ich finde deine Fotos so toll, besonders eine der Marktfrauen hats mir angetan...
    Im weiteren könnte ich meine O-UH hier auch brauchen,s'isch nämlich ziemlich kalt. Geniesse also die Wärme so lange es dauert.
    Alles Gute zum Neuen Jahr und weiterhin
    GUTE REISE.
    Mam

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  2. Hallo Söni!

    Wünsche dir ou no ganz es guets Nöis!
    Di Reisebricht isch ja wieder mau sehr spannend gsi u isch e richtigi Ufmunterig, wenni hie a das doofe Wätter dänke...hüt hei mir usnahmswis rächt viu Sunne gha u am Sunnti bini bi schönstem Wätter ds erste Mau uf de Ski gsi.

    ganz liebe Gruess us dr Heimat,
    Tini

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  3. ...Schimmerzwilling two....6. Januar 2011 um 23:57

    hey zwilling !!!
    merci viu mau für dini charte, ha mega fröid:-D wünsche dir o äs super 2011 ,mit auem drum u dra !!! d'föteli's si mega cool, de chamä so richtig füehle wis dört isch.
    viu fun uf dire witärä, erläbnisriiche reis !!!!

    muntsch dane

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